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Geschichte

Die Anfangszeit

Die Anfänge kirchlichen Lebens in Hartenstein sind eng mit der Burg verbunden. Es ist davon auszugehen, dass es in dieser wohl im Jahr 918 auf Geheiß König Konrads vom Eichstätter Bischof erbauten Burg von Anfang an eine Kapelle gab. In der östlichen Außenwand der heutigen Mauer findet sich ein kleines Fenster in gotischen Formen, der Rest der letzten so genannten Schlosskapelle. Unter diesem heute noch erhaltenen Fenster, dem östlichen Chorfenster, war einst der einzige Altar.

Die Wittelsbacher

Ab dem 14. Jahrhundert war die Burg mit Unterbrechungen im Besitz der Wittelsbacher. Mit dem 16. Jahrhundert war Hartenstein oberpfälzische Exklave und nahm demzufolge die Reformation an, ehe im 30-jährigen Krieg Ort und Burg wie die gesamte Oberpfalz an die bayerischen Wittelsbacher fielen, die umgehend die Rekatholisierung anordneten.

Bistum Bamberg

Ursprünglich wurde Hartenstein von der Veldener Urpfarrei verwaltet. Nachdem das zur Reichsstadt Nürnberg gehörende Velden jedoch lutherisch geworden war, stiftete der Hartensteiner Landesherr, Kurfürst Ferdinand Maria von Bayern, 1662 die Pfarrei Hartenstein, die er geistlich dem Bamberger Bistum unterstellte. Zur Pfarrkirche wurde die Burgkapelle bestimmt. 1740 ordnete Kurfürst Karl Albrecht von Bayern den Bau einer Pfarrkirche im Ort an.

Die heutige Dreifaltigkeitskirche

Von dieser ersten barocken Dreifaltigkeitskirche, die an der Stelle des heutigen Rathauses stand, ist nichts mehr erhalten. Weil diese zu „klein“ und zu „erbärmlich“ gewesen sei, erreichte der Hartensteiner Pfarrer Andreas Oberst (Pfarrer von 1872 bis 1885) nach anfänglichen Schwierigkeiten den Bau der heutigen Dreifaltigkeitskirche, die am 9. September 1883 vom Bamberger Erzbischof Friedrich von Schreiber konsekriert wurde. Nachdem der Friedhof um die alte Kirche schon 1878 aus dem Ort verlegt worden war, wurde nach dem Bau der neuen Kirche 1883 die alte vollständig abgetragen. Die letzte Renovierung der Kirche hat 2013 stattgefunden.